Posts mit dem Label Trinkblase werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Trinkblase werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 17. September 2020

Das Source Trinksystem

Disclaimer: Hierbei handelt es sich _nicht_ um Werbung oder Produktplatzierung. Das hier vorgestellte Produkt habe ich selbst erworben und gebe in diesem Test ausschließlich meine eigene Meinung wieder.


Warum überhaupt ein Trinksystem?

 Die allermeisten Wanderrucksäcke besitzen ein extra Fach für die Unterbringung einer Trinkblase. Es hat recht lange gedauert, bis ich auf ein solches System gewechselt bin. Stattdessen habe ich bisher auf Trinkflaschen gesetzt, welche ich in den Seitentaschen meines Rucksackes außen getragen habe. Vorallem die nötige Reinigung dieser Trinkblasen hat mich gestört, während Flaschen wie jene von Nalgene sehr einfach zu reinigen sind. Auf einer 37km Wanderung von Ebermannstadt nach Erlangen wurde mir klar, das mein Verbrauch von weniger als einem Liter auf dieser Distanz nicht gesund sein kann. So hatte ich die Hoffnung, das ich mit einem Trinksystem sehr viel häufiger trinke, und in kürzeren Zeitabständen. 

Lehrgeld bezahlt

Anfänglich habe ich mir auf Amazon eine No-Name Trinkblase für 12 Euro bestellt. Tja, was soll man sagen. Nach der zweiten Wanderung wurde diese am Schlauchanschluss undicht, tröpfchenweise Wasser geleakt, und so wurde mein Rucksack mit der Zeit komplett nass, inklusive empfindliche Dinge wie Powerbank usw.. Also auch hier hatte ich mein Lehrgeld bezahlt.

2 oder 3 Liter?

So entschied ich mich für die ebenfalls von Deuter als "Streamer" umgelabelte Source Trinkblase. Da ich auch Mehrtagestouren mache, wo ich versuche auch autark zu bleiben, habe ich mich für die 3 Liter Version entschieden. Schließlich kann ich diese auch nur mit 2 Liter füllen, und die wenigen Gramm Mehrgewicht durch die größere Trinkblase reißen es nicht raus.

Source Widepac 3 Liter


Mittlerweile bin ich rund 150km mit diesem Trinksystem gewandert und denke ich kann aus Erfahrung sprechen. Alle Verbindungen sind 100% dicht. Der Schlauch kann sowohl an dem Verbinder zur Trinkblase getrennt werden, als auch am Sauger selbst. Am meisten überzeugt mich jedoch die Reinigung dieser Trinkblase.

Durch einen Schieber wird die Source Trinkblase verschlossen

Da sie oben mit einem Schieber geschlossen ist, und durch Faltung dichtet, ähnlich wie wasserdichte Packsäcke, lässt sich die gesamte Breite dieser Öffnung zur Reinigung zugänglich machen. Auch das Befüllen ist auf diese Art super einfach. Dieser Schieber schliesst 100% dicht. 

Der eigentliche "Schnuller" lässt sich durch eine Drehbewegung sehr praktisch und schnell öffnen und schließen. Dazu gibt es noch eine Hygienekappe, die man aber auch wegmachen kann. In der Laufpraxis ist sie bei mir ständig geöffnet und baumelt ein bisschen herum. Stört mich nicht. Am Verschluß der Trinkblase befindet sich ein aufgeklebter etwas steiferer Rahmen. Durch diesen kann man im geöffnetem Zustand den Schieber stecken.

Die Trinkblase trocknet einfach und schnell

Auf diese Weise wird die Trinkblase ein bisschen geknickt, bleibt dadurch offen, und trocknet so schnell aus.

Die innere Beschichtung dieser Trinkblase besteht aus einer PBA freiem Material und Source nennt es "Glass Like". In der Tat fühlt sich diese Beschichtung extrem glatt an, so das sich kaum Bakterien und ähnliches ansiedeln können. Laut Hersteller hält sich Wasser in dieser Trinkblase ca. 7 Tage lang trinkbar, wenn es nicht der Sonne oder großer Hitze ausgesetzt wird. Benutzt man nur Wasser, und trinkt regelmäsig, so ist meine Praxiserfahrung, das die Trinkblase kaum gerreinigt werden muss. Durch das ständige nachgeben von Frischwasser bleibt sie in einem sauberem Zustand. Muss man doch einmal reinigen, so empfiehlt sich das Ausspülen mit warmen Wasser. Allen in allem eine sehr unproblematische Trinkblase.

"Schnuller" mit Trinkventil

Am "Schnuller" beisst man ganz leicht mit den Zähnen auf, und schon fliesst das Wasser wie durch einen Strohhalm. Das geht sehr gut, und es ist kein besonders starker Zug nötig.

Auch wenn mein AC-Lite unter Volllast ist, die Blase mit gefüllten 3 Liter Wasser passt rein, und platzt auch nicht unter höherem Druck. Mittlerweile habe ich hier vollstes Vertrauen ins Produkt gewonnen.

Eingebaut im Rucksack

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit diesem Trinksystem.


Montag, 14. September 2020

 51 km von Erlangen Bruck nach Herpersdorf

Angedacht hatten wir diese Wanderung als Training für den 50/12 Megamarsch in Nürnberg. Mittlerweile mein dritter Marsch über 50km, aber auch für mich ist das noch eine große Herausforderung. Ich möchte außerdem erreichen, das die Distanzen um 30-40km eine gewisse "Normalität" erreichen, was Regeneration und Fitness betrifft. Es soll auch in meiner Psyche eine gewisse Sicherheit herrschen für solche Distanzen. 



Diesmal ging es von Erlangen Bruck nach Lichtenau, wobei Herpersdorf der Endpunkt für die Tour war. Freundlicherweise habe ich da einen Bekannten, der uns dann ein so tolles Essen auftischte, das allein Dieses eine solche Wanderung wert war :)

Die Strecke selbst war wunderbar ausgeglichen, genau so würde ich mir einen Megamarsch wünschen. 6km waren meine Paradedisziplin, Asphalt, und man konnte hohe Geschwindigkeiten ziehen. Bis nach Fürth ging es am Kanal entlang, und weil wir so früh gestartet sind, gelangen uns ein paar exzellente Aufnahmen. Der Rest der Strecke war Waldwanderweg, wunderschön im Wald westlich von Fürth, und Feldwege, die üblichen Maisfelder. 

Warum schreibe ich diesen Artikel? Weil es natürlich einige neue Erkenntnisse für mich gab, wenn ich die Wanderung vergleiche mit meinen vorherigen Distanzläufen:

Die Trinkblase ist unverzichtbar

Ohne meine Neuanschaffung dieser Trinkblase von Source hätte ich es nicht geschafft. Es überwiegen im Großen und Ganzen die Vorteile dieser Lösung. Bis zu 3 Liter Wasser bringe ich in Flaschen nicht so optimiert in dem Rucksack unter. Und das wichtigste: ich konnte mir durch eine Trinkblase angewöhnen, endlich in ausreichender Menge und vor allem in zeitlich viel kürzeren Abständen Wasser zu konsumieren.

Der vermeintlich viel zu große Rucksack taugt wunderbar für so eine Strecke

Meinen Deuter AC-Lite 50+10 (Also maximal 60 Liter Volumen) wird von vielen als Overkill für solch eine Distanzwanderung unter Megamarsch-Bedingungen bezeichnet. Doch dies kann ich (mal wieder) nicht bestätigen! Den AC-Lite kann man klein zusammenschnüren, und es ist vor allem das Tragesystem, welches so genial ist, das ich den vermeintlichen Nachteil eines zu großen Rucksackes gerne ignoriere. Ich habe den AC-Lite 50+10 auch mal in einem Artikel im Detail betrachtet.

Ein Laufbuddy hilft ungemein

Bisher habe ich diese Distanzen alleine durchgezogen. Diese Wanderung hat mir gezeigt wie sehr ein Wanderbuddy auf der Langstrecke hilft. Auf dem Megamarsch ist das im Allgemeinen kein Problem, denn wenn man sozial nicht völlig eingekehrt ist, dann lernt man dort so oder so zig neue Leute kennen. Aber auch auf Privattouren über solch lange Distanzen möchte ich in Zukunft zusehen, diese nicht mehr alleine zu machen.

Diese Haferriegel sind klasse

Bei DM hatte ich diesmal als Teil der Marschverpflegung diese Haferriegel gekauft. Ich mag hier keine direkte Produkte benennen. Aber man findet sie sehr leicht, im Grunde ist das mit einem Sirup zusammengepresse Haferflocken. Ein Riegel hat 200kcal. Man kann sie also sehr gut portionieren, sie sind in BIO Qualität, und haben durch jede Menge Ballaststoffe dennoch einen recht hohen Sättigungsgrad.

Alles in Allem hoffe ich nun, das der Megamarsch in Nürnberg trotz Corona vielleicht die Zulassung bekommt. Die Teilnehmerzahl wurde bereits auf 1000 beschränkt. Heute habe ich gelesen, das der 100km Marsch in Frankfurt, ebenfalls mit auf 1200 Teilnehmer beschränkter Teilnehmerzahl offiziell zugelassen wurde. Die Hoffnung bleibt, das Nürnberg nachzieht.